Mittwoch, 22. März 2017

Psychotherapie im Neoliberalismus

Psychotherapie ist hocheffektiv. Ihre Effektstärken übertreffen beispielsweise diejenigen von Bypass-Operationen (Nübling, 2011) und vielen anderen medizinischen Verfahren. Das gilt besonders für die kürzeren verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Therapien, weil hier zur allgemeinen Effektivität noch die Wirtschaftlichkeit hinzukommt.

Nichtsdestoweniger wird die Lage der Psychotherapie und der Psychotherapeuten in Deutschland immer schlechter. Gleichzeitig steigt die Zahl psychischer Erkrankungen dramatisch. Armut und Unsicherheit greifen um sich und diejenigen, die noch einen Arbeitsplatz haben, werden als 'Menschenmaterial' durch 'zahlenorientierte Führungsstile' zu Leistungen angetrieben, die mit psychischer (und physischer) Gesundheit zunehmend unvereinbar sind.

mehr:
- Die Lage der Psychotherapie: eine Katastrophe (Hans Metsch, psyon.de, Dezember 2012)

dazu auch:

- Psychologe Paul Verhaeghe: „Sinngebung ist ein kollektives Geschehen“ (aus „Tijdschrift voor Sociale Vraagstukken“, Interview: Jan van Dam & Marcel Ham, Verlag Antje Kunstmann, Datum unbekannt, PDF)
- Privatisierung in Psychiatrie und Psychotherapie – zwischen Shareholder Value und öffentlich-rechtlicher Gesundheitsfürsorge (Fritz Hohagen, Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, Kongressvortrag 2006, PDF)
- Über die Verletzung der Menschenwürde in unseren Tagen oder:
»Nur weil man Analphabet ist, fehlt ist einem nicht an Würde« (in: Luise Reddemann, Würde – Annäherung an einen vergessen Wert in der Psychotherapie, Klett-Cotta, Stuttgart, 2008, S. 86ff., GoogleBooks)
- Psychotherapie unter Effizienzdruck (Rolf Haubl in: Marianne Leuzinger-Bohleber, Rolf Haubl (Hg.), Psychoanalyse: interdisziplinär – international – intergenerationell, Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, S. 390ff., GoogleBooks)
- Möglichkeiten und Grenzen des psychotherapeutischen Angebots (in: Alfred Pritz, Thomas Wenzel (Hrsg.), Weltkongreß Psychotherapie. Mythos - Traum - Wirklichkeit, Facultas Universitätsverlag 2002, S. 269ff., GoogleBooks)
- Heimlicher Wertewandel (in Marie-Luise Althoff, Macht und Ohnmacht mentalisieren: Konstruktive und destruktive Machtausübung in der Psychotherapie, Springer, 2017, S. 7ff.)
- »Muss Psychotherapie politisch werden?« Podiumsdiskussion (AK Kritische Psychologie Klagenfurt/Celovec, 29.03.2017)
- Macht der Kapitalismus depressiv? (Werner Eberwein, werner-eberwein.de, Datum unbekannt) 

siehe auch (nach dem Motto: Die Welt könnte so schön einfach sein!)


Vorsitzender Richter am BGH Armin Nack lobt Gert Postel {7:02}


Werner Fuss
Veröffentlicht am 16.05.2013
Vorsitzender Richter am BGH Armin Nack lobt Gert Postel Zur "Schuldfähigkeit": BGH: Armin Nack, Vorsitzender Richter des 1. Strafsenats am Bundesgerichtshof, zum Begriff der Schuldfähigkeit. Am 31. Mai 2012 in Passau auf Einladung der studentischen Fachzeitschrift Der Jurist. !!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Origingalbeschreibung des ganzen Videos (1h:4min): "BGH: Armin Nack, Vorsitzender Richter des 1. Strafsenats am Bundesgerichtshof, erklärte am 31. Mai 2012 in Passau auf Einladung der studentischen Fachzeitschrift Der Jurist die revisionsgerichtliche Urteilsprüfung durch den Strafsenat des BGH." Quelle und vollständiger Vortrag - Video (1h:4min): http://video.uni-passau.de/video/Vort... BEMERKUNG: Die Kurzversion ist das Ende des langen Videos ab Minute 57:04


Gert Postel: Ich war ein Hochstapler unter Hochstaplern (Lesung & anschließende Diskussion). {1:59:10}

Deutscher Verband für Hypnose e.V. (DVH)
Veröffentlicht am 24.05.2016
Gert Postel hatte schon viele Positionen inne: Leitender Oberarzt, Weiterbildungsbeauftragter der Landesärztekammer, Vorsitzender des Facharztprüfungsausschusses. Viele Jahre lang hat er als Oberarzt in psychiatrischen Fachkliniken gearbeitet, Patienten behandelt und etliche Gerichtsgutachten erstellt. Dann platzte die Bombe: Der hochdotierte Facharzt war in Wirklichkeit Postbote! Ein Skandal, der Deutschland bewegte – und in einer schonungslosen Abrechnung mit der Welt der Psychiatrie endete. Am 17./18. Oktober 2015 fand bei München die Konferenz des Deutschen Verbands für Hypnose e.V. (DVH) statt. Gert Postel hielt am Samstag Abend der Konferenz eine Lesung aus seinem autobiographischen Buch "Doktorspiele" mit anschließender Diskussion. Anhand seiner Story lässt sich sehr deutlich ablesen, welche Rollen Glaubenssätze, Erwartungen, Überzeugungen (und nicht zuletzt ein starkes Selbstbewusstsein) im Leben häufig spielen. Der Vortrag bewegte das Publikum sichtlich, und die emotionalen Reaktionen schwankten über die volle Bandbreite - von Zustimmung bis hin zu kategorischer Ablehnung. Als Veranstalter war es uns wichtig, hier eine neutrale Möglichkeit der Auseinandersetzung zu bieten: Unser Ziel war es nicht, Stellung gegen oder für die Psychiatrie zu beziehen, sondern die Teilnehmer dazu einzuladen, (auch unbequeme) Fragen mal für sich selbst reflektieren zu dürfen, und diese auch gemeinsam diskutieren und ausloten zu können - von der Freiheit des Willens über die Rolle von Ethik und Moral, bis hin zur Wertigkeit von Etiketten und Diagnosen. Dafür bot der Abend eine ganz hervorragende Möglichkeit.


Gert Postel analysiert Bushido, Schwesta Ewa, Karate Andi uvm. im Interview {50:58}

Heckmeck.TV
Veröffentlicht am 24.01.2016
Gert Postel ist einer der bekanntesten Hochstapler Deutschlands. Zwischen 1980 und 1995 gab sich der eigentliche Briefzusteller als Arzt aus. In manchen psychiatrischen Kliniken war er sogar in leitenden Positionen tätig und hielt seine Kollegen damit zu Narren. Sogar bei Gerichtsprozessen stellte Postel psychologische Gutachten über die Angeklagten aus und wurde dafür von Armin Nack, dem Vorsitzenden Richter des 1. Strafsenats des Bundesgerichtshofs gelobt. Und das nur mit einem Hauptschulabschluss. Postel selbst mag diese Ettiketierung jedoch nicht und geht darauf in unserem Interview ein. Durch die für ihn äußerst positive Begegnung mit Kollegah bei Schulz und Böhmermann erklärte er sich bereit, anhand von Videos von Prinz Pi, Karate Andi, Bushido, Schwesta Ewa, SSIO und Toony ein kurzes (pseudo-)psychologisches Gutachten über deren Images abzugeben. Postel im Netz: www.gert-postel.de Twitter: http://twitter.com/postelgert Folgt, liked und besucht Rap Ist: ► Website: http://www.rap-ist.net ► YouTube: http://ytb.li/RapIst ► Facebook: http://fty.li/LikeRapIst ► Twitter: http://fty.li/FollowRapIst ► Instagram: http://fty.li/InstaRapIst Um nichts zu verpassen abonniert hier kostenlos den Rap Ist Channel: http://ytb.li/RapIst Jule bei FB und Twitter: ►https://goo.gl/Ig8vtvhttps://twitter.com/JulianaBerlin PS: Gutes Trinkspiel: Ein Shot für jeden Busen-Blicker von Postel.


Montag, 20. März 2017

Die USA sind psychisch labil.

Nicht schlafen, ständig Nachrichten checken, Angst vor Sie-wissen-schon-wem: Die USA sind psychisch labil. Zu einem Grad, den Therapeuten noch nie gesehen haben.

Er stresst gewaltig. Sie wissen, um wen es geht. Kein Mensch in der Geschichte hat wohl je so viel Aufmerksamkeit bekommen wie er jetzt gerade. Morgens verstopft er die Timeline, noch bevor es draußen hell wird. Abends kurz vorm Schlafengehen leuchtet er auf dem Display, wenn es um uns herum bereits dunkel ist. Er trendet, jeden Tag, überall, auf Twitter, Facebook, in den Nachrichten, auf der Arbeit, im Alltag, zu Hause, nun auch – und das ist neu – in den Praxen vieler Psychotherapeuten in den USA.

Viele Amerikaner sind aufgekratzt, schlafen schlechter, klagen über Kopf- und Bauchschmerzen, sind nervös, misstrauisch, haben Angst. Weshalb? Wegen der neuen politischen Realität. "So etwas hat es noch nie gegeben, nicht einmal ansatzweise", sagt William Doherty. "Noch nie" heißt für ihn: in 40 Jahren als Therapeut. Der Ausgang von Wahlen sei immer aufwühlend gewesen, besonders für Menschen, deren Kandidat verloren habe. "Aber früher gab es einen Stoßdämpfer zwischen Politik und Persönlichem. Wir konnten nachts noch schlafen." Dieses Mal ist es anders und es hält an.

Im August 2016 gab mehr als jeder zweite US-Bürger (52 Prozent) an, die Präsidentschaftswahlen seien für ihn ein großer bis sehr großer Stressfaktor. Derartig nervös wurden die Amerikaner in den vergangenen zehn Jahren hauptsächlich, wenn es um den Job, Geld und die Wirtschaft ging. Dann gewann er und nicht sie die Wahl im November. Also fragte der größte US-Psychologenverband, die American Psychological Association (APA) fünf Monate später noch einmal nach. Diesmal gaben acht von zehn US-Bürgern an, dass sie psychische oder körperliche Stresssymptome hätten. Oder beides.
mehr:
- Donald Trump: Die gestressten Staaten von Amerika (Sven Stockrahm, ZON, 19.03.2017)

Emails Show American Psychological Association Secretly Worked with Bush Admin to Enable Torture {8:39}

Democracy Now!
Veröffentlicht am 05.05.2015
http://democracynow.org - New details have emerged on how the American Psychological Association, the world’s largest group of psychologists, aided government-sanctioned torture under President George W. Bush. A group of dissident psychologists have just published a 60-page report alleging the APA secretly coordinated with officials from the CIA, White House and the Pentagon to change the APA ethics policy to align it with the operational needs of the CIA’s torture program. Much of the report, "All the President’s Psychologists: The American Psychological Association’s Secret Complicity with the White House and US Intelligence Community in Support of the CIA’s 'Enhanced' Interrogation Program," is based on hundreds of newly released internal APA emails from 2003 to 2006 that show top officials were in direct communication with the CIA. The report also reveals Susan Brandon, a behavioral science researcher working for President Bush, secretly drafted language that the APA inserted into its ethics policy on interrogations. We are joined by two of the report’s co-authors: Dr. Steven Reisner, a founding member of the Coalition for an Ethical Psychology and member of the APA Council of Representatives, and Nathaniel Raymond, director of the Signal Program on Human Security and Technology at the Harvard Humanitarian Initiative. Democracy Now!, is an independent global news hour that airs weekdays on 1,300+ TV and radio stations Monday through Friday. Watch our livestream 8-9am ET: http://democracynow.org Please consider supporting independent media by making a donation to Democracy Now! today: http://democracynow.org/donate FOLLOW DEMOCRACY NOW! ONLINE: Facebook: http://facebook.com/democracynow Twitter: https://twitter.com/democracynow YouTube: http://youtube.com/democracynow SoundCloud: http://soundcloud.com/democracynow Daily Email: http://democracynow.org/subscribe Google+: https://plus.google.com/+DemocracyNow Instagram: http://instagram.com/democracynow Tumblr: http://democracynow.tumblr Pinterest: http://pinterest.com/democracynow iTunes: https://itunes.apple.com/podcast/demo... TuneIn: http://tunein.com/radio/Democracy-Now... Stitcher Radio: http://www.stitcher.com/podcast/democ...

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Dienstag, 14. März 2017

Familiäre Einstellungen und politische Ausrichtungen

Der amerikanische Prof. George Lakoff hat sich mit den Erziehungsmetaphern der US-amerikanischen Gesellschaft beschäftigt. Er teilt sie in das »Strenge-Vater-Modell« und das »Fürsorgliche-Eltern-Modell«. Das erstere Modell geht davon aus, dass der sorgende Vater von seinen Kindern Gehorsam und Folgsamkeit erwarten kann, und diese über Belohnung und Bestrafung auf den rechten Weg bringt. Dieses Modell favorisieren nach Lakoff die Wähler der Republikaner. Das zweite Modell will die Kinder in ihrer Entwicklung fördern und zu eigenständigen, selbstverantwortlichen Menschen erziehen, die sich sozial verhalten und ihre Mitmenschen respektieren und ihnen helfen. Dieses Modell favorisieren die Wähler der Demokraten. Lakoff sieht in dem »Strenger-Vater-Modell« die Begründung für die Haltung der republikanischen Wähler, die Bedürftigen sich selbst zu überlassen, denn diese haben ihr Unglück selbst verschuldet, da sie nicht diszipliniert genug waren und den Anweisungen nicht folgten. Hilfe würde inakzeptables Verhalten belohnen. Gleichzeitig neigen die Anhänger dieser Metapher zu Intoleranz gegenüber anderen Lebensformen und Meinungen anderer, da jede alternative Lebensform oder abweichende Meinung die väterliche Autorität untergräbt und in Frage stellt. Diese Ideologie teilt die Welt ein in »richtig oder falsch«, »Gut und Böse«. Die das »Fürsorgliche-Eltern-Modell« vertreten, verhalten sich gegenüber Andersdenkenden und alternativen Lebensformen toleranter und aufgeschlossener. Auch Gott kann man sich sowohl als strengen wie fürsorglichen Vater vorstellen. Als strenger Vater verlangt er bedingungslosen Gehorsam, bestraft das Übertreten und Hinterfragen göttlicher Gebote und vernichtet diejenigen, die nicht an ihn glauben. Dies ist der Gott des alten Testaments. Das neue Testament beschreibt mehr einen fürsorglichen Vater, der großzügig und gnädig ist, seine Kinder liebt, ihnen ihre Sünden vergibt und sogar seinen eigenen Sohn für sie opfert.
 (aus dem Newsletter der Milton-Erickson-Gesellschaft 2/2017, Dipl.-Psych. Ortwin Meiss, Vorstandsmitglied MEG und Leiter des Milton Erickson Institut Hamburg)

The Left, the Right, and the Family View of Government {6:11}


FORA.tv
Hochgeladen am 21.08.2009
Complete video at: http://fora.tv/2009/08/03/Politics_of... Linguist George Lakoff divides conservative and progressive views on government by analogies to two types of families: the strict father model, in which there is no moral authority above the father, and the nurturing parent model, which is based on empathy, protection, and empowerment. ----- George Lakoff makes plain how the words used by politicians translate to the public's support for various political issues. Language matters - especially when it comes to politics. A founder of the field of cognitive science, Lakoff takes an in-depth look at the ways in which our brains understand politics, breaking down the politics of language. - Commonwealth Club of California George P. Lakoff is a professor of linguistics (in particular, cognitive linguistics) at the University of California, Berkeley, where he has taught since 1972. Although some of his research involves questions traditionally pursued by linguists, such as the conditions under which a certain linguistic construction is grammatically viable, he is most famous for his ideas about the centrality of metaphor to human thinking, political behavior and society. He is particularly famous for his concept of the "embodied mind" which he has written about in relation to mathematics. In recent years he has applied his work to the realm of politics, and founded a progressive think tank, the Rockridge Institute.

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Understanding Trump’s Use Of Language {14:48}

Mike Malloy
Veröffentlicht am 30.08.2016
Responsible reporters in the media normally transcribe political speeches so that they can accurately report them. But Donald Trump’s discourse style has stumped a number of reporters. Some in the media (Washington Post, Salon, Slate, Think Progress, etc.) have called Trump’s speeches “word salad.” Some commentators have even attributed his language use to “early Alzheimer’s,” citing “erratic behavior” and “little regards for social conventions.” I don’t believe it. I have been repeatedly asked in media interviews about such use of language by Trump. So far as I can tell, he is simply using effective discourse mechanisms to communicate what his wants to communicate to his audience. I have found that he is very careful and very strategic in his use of language. The only way I know to show this is to function as a linguist and cognitive scientist and go through details. Full story: http://www.huffingtonpost.com/george-... SUBSCRIBE http://www.youtube.com/MikeMalloyVideo PLEASE SUPPORT THE MIKE MALLOY YOUTUBE CHANNEL http://tinyurl.com/MalloyChannelDonat...


Fact Checking Donald Trump without repeating Lies - science behind trump lies , Prof Lakoff {4:05}

Onthemarket Blog
Veröffentlicht am 26.02.2017
President Trump recently attacked the news media as the fake news when speaking at CPAC, including Obama Care , Sweden attacks all which have been found to be falsehoods and fake news . Retired emeritus professor of Cognitive Science and Linguistics at the University of Berkeley California George Lakoff , currently the director of the Neurol Mind and Society , describes how to fact check trump . Knowledge of how to present the facts is required, if you just negate what trump is saying you will just strengthen him , examples given Richard Nixon said I am not a crook and people thought of him as a crook. Lakoff wrote a book don't think of an elephant , which makes you think of an elephant .If you repeat what Donald trump says then negate it ,and repeat what he said ,it makes you think of what he said more. In your brain your neural circuits have to activate what you are negating in order to negate it and that only strengthens what your negating . Trump is diverting attention from the real issues like Russia and his foreign policy his business connections and on and on . So when Trump said Obama care supports very few false fake , you should really be reporting it as Obama care supports 22 million people fact https://en.wikipedia.org/wiki/Patient... ,but trump said today very few people had Obama Care as an example #Russia #neurology #theyoungturks #tyt #infowars #trump #factchecking #trump #science #obamacare #sweden #stockholm #linguistics #news #politics #trump #donaldtrump #lies #liar #fakenews #psychology #psychologist #oscars #donaldtrump #cpac #cpac2017 #professorgeorgelakoff #UnivesityofBerkeley #facts #news #press #conservatives #democrats #conservatives #senate #congress #impeachment #capitolhill #senators #republicans #USA #cognitive #cognitivescience

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Why Don't Facts Move People? {1:48}

Climate One
Veröffentlicht am 26.06.2015
UC Berkeley linguistics professor George Lakoff discusses why facts don't change people's minds when it comes to climate change. To deniers, "it's not like they're denying it [...] it's like it's not even a fact," said Lakoff. Speakers: Per Espen Stoknes, Economist and Psychologist; [Put book in bio, not title] Author, What We Think About When We Try Not to Think About Global Warming George Lakoff, Professor of Linguistics, UC Berkeley Kari Norgaard, Associate Professor of Sociology, University of Oregon This program was recorded before a live audience on May 12, 2015.

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George Lakoff on the role of government {7:27}

IshTheilheimer
Hochgeladen am 17.11.2008
An interview with George Lakoff, November 14, 2008, at Persuading to Win 2008, the Straight Goods symposium.

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How to Make Friends and Manipulate Irrational Voters {1:14:01}

New America
Hochgeladen am 03.06.2008
Are Americans irrational when it comes to politics -- voting against their own interests? Or is this phenomenon a function of the interaction between mind, politics and society? George Lakoff is a New York Times bestselling author and his new book, The Political Mind: Why You Can't Understand 21st Century American Politics with an 18th Century Mind, will be released May 2008.

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George Lakoff, "Retaking Political Discourse" {1:10:01}

I-House Berkeley
Veröffentlicht am 01.03.2012
George Lakoff lectures at the International House at U.C. Berkeley on "Retaking Political Discourse." Recorded December 1, 2011 as part of the I-House's 'Globalization Series' lectures.

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Freitag, 10. März 2017

Stichworte

Datenübermittlung an den Medizinischen Dienst:
- Änderung der Datenübermittlung an die Medizinischen Dienste der gesetzlichen Krankenkassen (Jürgen Thorwart, Schweigepflicht, Datenschutz und Diskretion, Januar 2017)

Life-Event:
- Life-Event-Forschung (Dorsch, Lexikon der Psychologie, Hogreve)
- Life-Event-Forschung (Lexikon der Psychologie, Spektrum)
- psychosomatische Stressmodelle, einschließlich Life-Event-Modell (Regina Rettenbach, Die Psychotherapie-Prüfung, Schattauer, 2007, S. 31; GoogleBooks)

Psychotherapie-Richtlinien (treten zum 1. April 2017 in Kraft):
- Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick (Kassenärztliche Bundesvereinigung)

- Psychotherapeutische Sprechstunden:

Vor einer Akutbehandlung oder Probatorik müssen sich Patienten künftig in einer Psychotherapeutischen Sprechstunde vorstellen. Der Psychotherapeut klärt dabei ab, ob ein Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegt und der Patient eine Richtlinienpsychotherapie benötigt oder ob ihm mit anderen Unterstützungs- und Beratungsangeboten geholfen werden kann.
Die Psychotherapeutische Sprechstunde dauert mindestens 25 Minuten, bei Erwachsenen stehen maximal 150 Minuten Sprechstundenzeit im Krankheitsfall zur Verfügung.
Bei Patienten, die aufgrund einer psychischen Erkrankung aus einer stationären Krankenhausbehandlung oder rehabilitativen Behandlung entlassen werden, können probatorische Sitzungen oder eine Akutbehandlung ohne Sprechstunde beginnen. Dies gilt auch, sofern ein Therapeutenwechsel nach der Sprechstunde oder während einer laufenden Therapie erfolgt.
Hinweis: Bei den Psychotherapeutischen Sprechstunden handelt es sich um ein neues Angebot, das Patienten einen zeitnahen niedrigschwelligen Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung ermöglichen soll. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Sprechstunden, die im Bundesmantelvertrag-Ärzte geregelt sind, wonach Vertragsärzte und -psychotherapeuten mindestens 20 Stunden pro Woche in Form von Sprechstunden für die Versorgung ihrer Patienten zur Verfügung stellen müssen.
Übergangsfrist: Bis 31. März 2018 gilt eine Übergangsfrist, in der auch weiterhin probatorische Sitzungen oder eine Akutbehandlung ohne Sprechstunde beginnen können.

Mindestens 100 Minuten pro Woche
Psychotherapeuten sollen 100 Minuten Sprechstunden pro Woche anbieten – bei hälftigem Versorgungsauftrag mindestens 50 Minuten. Die KVen können abweichende regionale Regelungen treffen. Es bleibt den Psychotherapeuten überlassen, wie sie ihre Sprechstunde organisieren – offen oder mit Terminvergabe.
Hinweis: Die weitere Behandlung muss nicht bei dem Psychotherapeuten erfolgen, bei dem der Patient in der Sprechstunde war. Die Sprechstunden werden nicht auf die Therapiekontingente angerechnet.
- Akutbehandlung:
Die Akutbehandlung soll zur Besserung akuter psychischer Krisen beitragen. Patienten, für die eine Akutbehandlung nicht ausreicht, sollen so stabilisiert werden, dass sie auf eine Psychotherapie vorbereitet sind oder ihnen andere ambulante, teilstationäre oder stationäre Maßnahmen empfohlen werden können.
Die neue Leistung der Akutbehandlung ist anzeigepflichtig gegenüber der Krankenkasse und darf im Krankheitsfall maximal 600 Minuten umfassen (Mindesteinheit: 25 Minuten). Das Anzeigeverfahren wird in der Psychotherapie-Vereinbarung ausgestaltet.
Hinweis: Erbrachte Stunden der Akutbehandlung sind mit einer gegebenenfalls anschließenden Kurzzeittherapie zu verrechnen.

Telefonische Erreichbarkeit:
Psychotherapeuten müssen künftig sicherstellen, dass ihre Praxis für eine Terminkoordination telefonisch erreichbar ist.

Für Psychotherapeuten mit vollem Versorgungsauftrag gilt:

200 Minuten/Woche telefonische Erreichbarkeit (Mindesteinheit: 25 Minuten)
Für Psychotherapeuten mit hälftigem Versorgungsauftrag gilt:

100 Minuten/Woche telefonische Erreichbarkeit (Mindesteinheit: 25 Minuten)
Hinweis: Die telefonische Erreichbarkeit ist an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung zu melden.
Kurz- und Langzeittherapie:
Bei der Kurz- und Langzeittherapie wurden die Stundenkontingente sowie die Anzeige-, Antrags- und Gutachterpflicht angepasst.
Die wichtigsten Änderungen bei der Kurzzeittherapie sind:
Kurzzeittherapien können künftig bis zu 24 Stunden umfassen (bislang 25 Stunden). Die Beantragung erfolgt in zwei Schritten für jeweils ein Kontingent von 12 Stunden. Die Anträge gelten nach Ablauf einer Drei-Wochen-Frist auch ohne Bescheid der Krankenkasse als bewilligt und sind nicht mehr gutachterpflichtig.

Die wichtigsten Änderungen bei der Langzeittherapie sind:
• Für die Langzeittherapie wurde das erste Sitzungskontingent erweitert und es entfällt für alle Verfahren der zweite Bewilligungsschritt. Mit dem Fortführungsantrag kann künftig direkt das Höchstkontingent beantragt werden.
• Der erste Bewilligungsschritt bleibt antrags- und gutachterpflichtig. Ob Anträge auf Fortführung der Psychotherapie gutachterpflichtig sind, liegt im Ermessen der Krankenkassen.

Übersicht der Änderungen für Einzeltherapie bei Erwachsenen (Angaben in Stunden à 50 Minuten):

Neu Analytische
Psychotherapie
Tiefenpsychologisch
fundierte 
Psychotherapie
Verhaltens-
therapie
 1.1606060
 2.30010080
Alt
 1.1605045
 2.2408060
 3.30010080

Rezidivprophylaxe:
Nach Beendigung einer Langzeittherapie kann eine Rezidivprophylaxe erfolgen. Bei Bedarf werden dazu die innerhalb eines bewilligten Kontingents verbliebenen Stunden genutzt: bei einer Behandlungsdauer von 40 oder mehr Stunden maximal 8 Stunden, bei 60 und mehr Stunden maximal 16 Stunden. Die Stunden können bis zu zwei Jahre nach Abschluss der Langzeittherapie in Anspruch genommen werden.  



Vergütung Psychotherapie:
- Vergütung Psychotherapie (Kassenärztliche Bundesvereinigung)

Ich weiß nicht, wie ich’s sagen soll:
Ich hab mich selber satt,
notiert ich unlängst unmutsvoll
auf einem losen Blatt.

Mir ist heut alles widerlich,
ich ärgere mich krumm,
ich ärgere mich und ärgere mich
und weiß nicht mal, warum.


Gerade dass ich das nicht weiß,
das ärgert mich noch mehr,
und also lauf ich wie im Kreis
dem Ärger hinterher,

und meine Selbsterkenntnis trübt
sich im Gedankenschluss,
dass es zuweilen Tage gibt,
da man sich ärgern muss.

Dann steigt der Ärger endogen
aus den Charakterschlünden.
Präziser lässt das Phänomen
sich leider nicht begründen.  
(Professor Dr. med. Wilhelm Theopold)


zuletzt aktualisiert am 17.03.2017


Sonntag, 12. Februar 2017

Harte Erziehung führt oft zu Schulversagen

Kinder extrem streng erziehen, damit sie sich anstrengen und im Leben Erfolg haben? Die Rechnung geht nicht auf, zeigt eine Studie. Demnach haben Anschreien und die Androhung von Strafen durchaus Folgen. Ein guter Bildungsabschluss aber gehört nicht dazu.
Eine besonders strenge Erziehung führt nicht zu besonders guten Leistungen - sondern vielfach sogar zu Schulversagen. Mit harter Hand erzogene Heranwachsende orientierten sich stärker an Freunden als an ihren Eltern, berichten Forscher im Fachmagazin "Child Development". Sie geben demnach eher an, Zeit mit Freunden zu verbringen, statt Hausaufgaben zu machen, oder Regeln zu brechen, um Freunde zu behalten. Als "harte Erziehung" galten bei der Analyse Anschreien, Schlagen und die Androhung von verbalen oder körperlichen Strafen.

Die Forscher um Rochelle Hentges von der Universität Pittsburgh hatten Daten von 1060 Teilnehmern der Langzeitstudie "Maryland Adolescent Development in Context" genutzt. Sie untersucht den Einfluss sozialer Bedingungen auf die akademische und psychosoziale Entwicklung Heranwachsender vom 12. bis 21. Lebensjahr. Erfasst wird, inwiefern die Heranwachsenden verbalen oder körperlichen Attacken ihrer Eltern ausgesetzt waren, zudem gibt es Fragen zur Interaktionen mit Gleichaltrigen, kriminellem Verhalten und Sexualität.

Abschließend wird der höchste erreichte Bildungsabschluss abgefragt. Die Forscher stellten fest, dass die Kinder, die in der 7. Klasse sehr streng und aggressiv erzogen wurden, zwei Jahre später Gleichaltrige und Freunde oft als wichtiger ansahen als etwa das Befolgen elterlicher Regeln. Dies wiederum führe zu einem riskanteren Verhalten in der 11. Klasse, schreiben die Wissenschaftler.

mehr:
- Beschimpfungen stören Entwicklung – Harte Erziehung führt oft zu Schulversagen (n-tv, 08.02.2017)

siehe auch:
- Eltern: Brüllen entfremdet die Kinder (Thomas Pony, Telepolis, 09.02.2017)

Mittwoch, 8. Februar 2017

»No choice«

Sixth-form colleges in England are being forced to send students undergoing a mental health crisis to A&E, it's claimed.

The Association of Colleges (AoC) blames a lack of specialist support in the community.

The survey of more than 100 colleges found that nearly three-quarters of colleges in England said they did this in 2015/2016. 


President of the AoC, Ian Ashman, says "it's not right".
more:
- Colleges 'no choice' but to send students to A&E for mental health care (BBCNewsbeat, 07.02.2017?)

Freitag, 3. Februar 2017

Eine Schematisierung der Vorgänge im Geist

Mentalisierung: Menschen können reflektierend einen „Binnenraum“ erleben, in dem sich Psychisches ereignet, und sie besitzen eine Sprache für diese Innenvorgänge.
Selbstreflexion: Menschen können sich bewusst machen, welche Gefühle, Bedürfnisse, Absichten, Gedanken in ihrem Inneren auftauchen und was diese Vorgänge mit ihrem psychischen Kern, ihrem Selbst zu tun haben.
Selbstbild: Menschen können ihr typisches Erleben und ihre charakteristischen Einstellungen und Handlungsbereitschaften als ein konstantes Bild ihrer Persönlichkeit erfahren.
Embodied Self: Menschen erleben sich zugleich als psychische Person und als körperlich lebendiges Wesen. Wenn sie von „Ich“ sprechen, sind immer psychische und körperliche Aspekte zugleich gemeint.
Identität: Menschen versuchen, die verschiedenen und zuweilen widersprüchlichen Seiten ihrer Person über die Zeit hinweg in ein kohärentes und konstantes Bild ihres Selbst zu integrieren. Dazu gehören neben den psychischen Merkmalen insbesondere auch die psychosexuellen und sozialen Aspekte der Person.
Konflikterleben: Menschen, die sich selbst gegenüber offen sind, registrieren innere Spannungen zwischen gegenläufigen Interessen, Triebregungen, sozialen Verpflichtungen und gesellschaftlichen Normen (was unter Umständen affektiv so spannungsreich ist, dass Teilaspekte aus dem bewussten Erleben verdrängt werden).
Zeiterleben: Menschen erleben ein Kontinuum von früher über heute nach zukünftig hin, wobei das Bewusstsein des Jetzt den eigentlichen Fixpunkt darstellt.
Erinnerung: Menschen können ihre bewusste Aufmerksamkeit auf zurückliegende Ereignisse richten und sich diese vor Augen führen, was allerdings mehr zu einer subjektiven Rekonstruktion als zu einer objektiven Erinnerung führt.
Antizipation: Menschen können den Fortgang von Entwicklungen „hochrechnen“ und sich selbst und andere in künftigen Situationen vorstellen.
Fantasie: Menschen können die Erinnerung an vergangene Situationen und die Vorstellung künftiger Ereignisse in der Fantasie durchspielen und subjektiv so ausgestalten, wie es ihnen beliebt.
Symbolisierungsfähigkeit: Menschen sind imstande, Erlebtes und Erdachtes in künstlerischen Zeichen zum Ausdruck zu bringen, die auch von anderen Menschen verstanden werden.
Sprachliche Ausdrucksfähigkeit: Sprache steht als emotional unterlegtes Mittel der Kommunikation zur Verfügung. Subjektiv Erlebtes, Wahrgenommenes oder Gewolltes kann in einer jeweils eigenen, persönlich gestalteten Sprache zum Ausdruck gebracht (aber auch durch die eigene Sprache verborgen) werden.
Wertorientierung: Menschen können das, was sie planen oder was sie tun, an individuellen und kollektiven Wertmaßstäben messen und sich ggf. daran ausrichten.
 (aus: Gerd Rudolf, Wie Menschen sind, Schattauer, 2015)
Leseprobe bei GoogleBooks
Rezensionen:
- Was den Mensch zum Menschen macht (Buchkritik von Melinda Baranyai, Spektrum, 31.07.2015)
- Psychotherapeut Gerd Rudolf veröffentlicht neues Buch (Rhein-Neckar-Zeitung, 02.10.2015)
- Rezension (Anton Schlittmaier, SocialNet, 09.09.2015)